Hämodialyse

Hämodialyse

Bei der Hämodialyse wird das Blut mithilfe eines speziellen Filters, dem Dialysator, gereinigt. Für eine Dialysetherapie werden in relativ kurzer Zeit grosse Mengen an Blut benötigt. Die natürlichen Blutgefässe sind entweder wegen der schlechten Zugänglichkeit oder zu geringem Druck dafür nicht geeignet. Daher wird für die chronische Dialysebehandlung ein spezieller Gefässzugang, eine so genannte AV-Fistel oder umgangssprachlich Shunt angelegt. Dabei handelt es sich um einen kleinen operativen Eingriff. Die Fistel heilt innerhalb von wenigen Tagen, braucht jedoch mehrere Wochen, um zu reifen, d.h. um voll funktionsfähig und einsatzbereit zu werden. Von der AV-Fistel lässt sich das Blut einfach vom Patienten zum Dialysator und wieder zurück leiten. Gelegentlich muss die Behandlung an Stelle der AV-Fistel über einen zentralvenösen Katheter durchgeführt werden.

Während der Behandlung wird das Blut im Dialysator gereinigt. Der Reinigungsvorgang verursacht keine Schmerzen, einige Patienten fühlen sich aber kurz nach der Dialysebehandlung vorübergehend erschöpft.

Normalerweise werden Patienten dreimal pro Woche während einer Dauer von 4 Stunden pro Sitzung mittels Hämodialyse behandelt. Die Hämodialyse wird meist in einem Nierenzentrum unter der Aufsicht von erfahrenen und gut ausgebildeten Gesundheitsmitarbeitern durchgeführt. An den Tagen zwischen den Dialysesitzungen sind Sie vollständig frei und müssen sich nicht um die Behandlung kümmern.