Dialyse-Wissen

Diagnose Niereninsuffizienz

Was ist „Niereninsuffizienz“ und warum tritt sie auf?

Die Nieren sind lebenswichtige Organe und erfüllen vielfältige Aufgaben. Sie sind für das Entfernen von Abfallstoffen aus dem Körper, die Regulierung der Wasserhaushaltes und des Mineralstoffhaushaltes (Calcium, Phosphat, Kalium, Natrium) verantwortlich und regulieren darüber hinaus den Blutdruck und die Blutbildung.  

Wenn die Nieren diese Funktionen nicht mehr in ausreichendem Umfang erfüllen können, kommt es zur Nierenerkrankung, auch Niereninsuffizienz genannt. Diese wird sehr lange nicht bemerkt, da sie keine Schmerzen oder sonstige Symptome verursacht und meist nur im Rahmen einer Laboruntersuchung auffällt.  

Viele Erkrankungen können zu chronischer Niereninsuffizienz führen; zu den häufigsten gehören Zuckerkrankheit (Diabetes mellitus) und Bluthochdruck. Darüber hinaus führen auch  chronische Nierenentzündung, oder angeborene Erkrankungen, wie zum Beispiel die familiären Zystennieren (ADPKD) zu einer Niereninsuffizienz.

In einigen Fällen kommt es zum plötzlichem Nierenversagen (d.h. akute Niereninsuffizienz). Meistens geschieht dies bei bereits vorgeschädigten Nieren oder im Rahmen von Autoimmunerkrankungen oder schweren Infekten, die den ganzen Körper betreffen.

Ziel der Behandlung beim Nierenspezialisten (Nephrologen) ist es, ein Fortschreiten einer Nierenerkrankung im besten Fall zu verhindern oder zumindest zu verlangsamen.

Wenn die Nieren ihre Funktion nicht mehr ausreichend erfüllen können, kommen als Nierenersatztherapie drei unterschiedliche Behandlungsmöglichkeiten zu tragen: Hämodialyse, Bauchfell-(Peritoneal-)dialyse und Nierentransplantation.

Auch wenn eine notwendige Dialysebehandlung für die Patienten meist bedrohlich weil neu und unbekannt wirkt, erleben die Meisten  wenige Tage oder Wochen nach Beginn der Dialysebehandlung  eine deutliche Verbesserung ihres Gesundheitszustands und ihrer Leistungsfähigkeit.